Der Ort Bebenhausen ist der einzige Ort, der inmitten des Naturparks Schönbuch liegt. Der Ort wurde 6 km nördlich von Tübingen am Zusammenschluss von Goldersbach und Seebach gegründet. Der Ort, mit seinen 359 Einwohnern, besitzt zwei außergewöhnliche Gebäude. An erster Stelle das Kloster Bebenhausen. 1183 wurde das Kloster vom Pfalzgrafen Rudolf von Tübingen gegründet. Er wollte später eine würdevolle Grablegestelle haben. Begonnen wurde der Bau des Klosters unter den Prämonstratensermönchen, welche jedoch schon nach kurzer Zeit aufgaben und den Bau an Zisterzienser aus Schönau weitergaben. Um das 13. Jahrhundert erlangte das Kloster seine Blüte, mit über 60 Mönchen. So wie die Klosteranlagen im Laufe der Zeit wuchsen, so wuchs auch die wirtschaftliche Macht des Klosters. 1301 war das Kloster wirtschaftlich so stark, dass es die Stadt Tübingen inklusive der Burg kaufen konnte. Herzog Christoph von Württemberg führte 1535 schließlich die Reformation in Württemberg durch. Nach einem Vergleich konnte der letzte
katholische Abt des Klosters bis 1560 im Amt bleiben. Der nachfolgende evangelische Abt gründete im Kloster eine evangelische Klosterschule. Der Klosterbetrieb blieb als selbstständiger Wirtschaftsbereich bis ins 19. Jahrhundert bestehen. Danach löste sich das Kloster auf. Die unterschiedlichen Gebäude wurden von der Stadt Tübingen übernommen.Im Jahre 1850 kaufte das Königreich Württemberg Teile des inzwischen heruntergekommenen Klosters. Das Konventgebäude wurde dabei zum königlichen Jagdschloss umgebaut. Damit stellt dieses Gebäude heute das zweite, bemerkenswerte Gebäude in Bebenhausen dar. Während der Regierungszeit von König Wilhelm II. von Württemberg und seiner Gemahlin, Herzogin Charlotte zu Schaumburg-Lippe, diente das Jagdschloss jeweils für zwei Wochen im Winter als Ausgangspunkt für die Jagdvergnügen des königlichen Paares. König Wilhelm II. verfasste dort 1918 seine Thronverzichtserklärung. Er lebte auf dem Schloss bis zu seinem Tod 1921. Wie ihr Mann, verbrachte auch Herzogin Charlotte die letzten Jahre ihres Lebens auf diesem Schloss. Sie starb zurückgezogen 1946.

Mit dieser abwechslungsreichen Geschichte stellt Bebenhausen ein überaus interessantes Ausflugsziel dar. Von unserem Restaurant aus können Sie das Kloster Bebenhausen in ca. 11 Minuten mit dem Auto erreichen.
Das Kloster dient mit seinem mittelalterlichen Flair oft als Schauplatz für Konzerte, Theateraufführungen oder Ausstellungen. Zusätzlich haben Sie natürlich auch die Möglichkeit Führungen mit zu machen. Dabei stehen Ihnen unterschiedliche Themenschwerpunkte zur Auswahl. Neben kunstgeschichtlichen Führungen (Wie erkennt man gotische Architektur?), lebensnahen Führungen (Wie lebten die Mönche damals?) werden auch Führungen mit einem geschichtlichen Schwerpunkt (Die Reformation in Bebenhausen.) angeboten. Gerade für Kinder ist das Kloster Bebenhausen eine interessante und aufregende Spielwiese.
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28 Kilometer südlich, vor den Toren der Schwäbischen Alb liegt ein weiteres Highlight der Region. Die Stammburg des bedeutendsten Fürstengeschlechts Deutschlands - den Hohenzollern. Aus dem Fürstengeschlecht ensprangen ab 1701 die preußischen Könige und später dann (1871 bis 1918) auch die deutschen Kaiser.
Die erste Burg wurde vermutlich Anfang des 11. Jahrhunderts auf dem Berg Zoller (855 Meter), bei Hechingen, erbaut. Nach einer Belagerung 1423 wurde die Burg komplett zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte ab dem Jahre 1454. Danach gelangte die Burg in unterschiedliche Hände. Zuerst wurde sie von den Württembergern erobert. Anschließend gelangte die Burg in die Hände der Habsburger, über welche darauffolgend durch den österreichischen Erbfolgekrieg die französischen Truppen die Burg besetzten. Nach dem Abzug der letzen Truppen 1798 verfiel die Burg vollends.
Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen verfasste 1819 den Entschluss, die Burg wieder aufzubauen. Zum einen spielte dabei das Prestige und Ansehen des Fürstengeschlechts Hohenzollern eine Rolle, zum anderen verwirklichte sich damit Friedrich Wilhelm von Preußen einen langersehnten Traum. Im Jahre 1850 war es soweit. Es kam zur Grundsteinlegung unter dem nun König gewordenen Friedrich Wilhelm. Er erschuf damit eine der größten und imposantesten Burganlagen im neugotischen Stil in ganz Deutschland. 1867 wurde die Burg fertiggestellt. Die Burg verkörpert die Idealvorstellungen einer mittelalterlichen Ritterburg im Ausdruck des romantischen Geistes zu dieser Zeit. Die Burg besitzt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Schloss Neuschwanstein, jedoch ohne die phantastische-theatralische Übersteigerung.
Die Burg und das Geschlecht der Hohenzollern stellen einen wichtigen Punkt in der deutschen Geschichte dar. Gerade für Gruppen ist es interessant, die riesige Burganlage mit ihrer Geschichte zu entdecken. Die Burg ist in der Regel ganzjährig geöffnet. Für Gruppen werden auch Führungen in die unterschiedlichen Räume der Burganlage angeboten. Die Burg wurde im Laufe der Zeit mit wertvollen Kunststücken aus allen Epochen ausgestattet, was alleine schon einen Besuch wert ist. Wie beim Kloster Bebenhausen, werden in der Burganlage manchmal Konzerte und Theaterveranstaltungen ausgerichtet. Seit einigen Jahren verwandelt sich im Sommer der Burghof in ein riesiges Openair-Kino.
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Folgt man dem Neckar von unserem Gasthaus flussaufwärts, so gelangt man automatisch zur großen Bischofs- und Römerstadt Rottenburg am Neckar. Sie liegt zwischen den Höhen des Rammerts und des Schönbuches. Ein genaues Gründungsdatum ist unbekannt, jedoch gilt 98 v.Chr. als sehr wahrscheinlich. Dieses Jahr fällt mit der Errichtung des Odenwald-Neckar-Limes unter dem Kaiser Trajan zusammen, was die Gründung von Sumeloccena (Rottenburg) sehr wahrscheinlich macht. Der Name Sumeloccena stammt aus dem keltischen und bedeutet soviel wie "Die Leute des Sumelo", einer damaligen, dort ansässigen, keltischen Sippe. Die Stadt entwickelte sich zu einem der bedeutendsten römischen Zentrum in ganz Baden-Württemberg. Neben einem 7 km langen Aquädukt verfügte die Stadt über mehrere öffentliche Bäder und
später über eine Stadtmauer. Nach dem Sturm auf den Limes durch die Alamannen im Jahre 259/ 260 n. Chr. wurde Sumeloccena von den Römern verlassen. Dadurch ging die Stadt langsam unter. Unter den Alamannen wurde das Stadtzentrum mehr nach Osten verlagert. Das ursprünglich römische Stadtzentrum verfiel zunehmend. Daher lässt sich auch der heutige Namen der Stadt herleiten. Meistens bedeutet dieser Name "rote Stadt" oder "rote Burg" (Burg = ummauerte Stadt). Mit dem zweiten "t" in Rottenburg liegt der Schluss auch nahe, dass auf den "verrotteten" Zustand der Stadt zum damaligen Zeitpunkt aufmerksam gemacht werden sollte. Während dem 12. und 13. Jahrhundert erlangte die Stadt durch die Grafen von Hohenberg erneut Ruhm und Anerkennung. Aufgrund von Misswirtschaft war Graf Rudolf III. von Hohenberg, der letzte Stammhalter, gezwungen am 26. Oktober 1381 seine gesamte Grafschaft, inklusive Rottenburg, an Herzog Leopold III. von Österreich für 66.000 Gulden zu verkaufen. Damit viel Rottenburg in die Hände der Habsburger.
Mitte des 15. Jahrunders erlangte Rottenburg einen neuen kulturellen Glanz. Damals wählte Mechthild von der Pfalz, Rottenburg zu ihrem Witwensitz aus. Sie war die Schwägerin von Kaiser Friedrich III.. Da Sie sehr an Kunst und Kultur interessiert war, scharrte sie viele Künstler und Gelehrte um sich. Leider endete diese Zeit mit ihrem Tod 1482 schlagartig. 1644 und 1735 wurde die Stadt teilweise durch einen Brand vernichtet. Bis Rottenburg 1805 in Württembergischen Besitz übrging war die Stadt vorderösterreichische Oberamtsstadt. Seit 1938 gehört Rottenburg am Neckar inklusive des Umlandes zum Landkreis Tübingen. Am 1. Mai 1972 wurde Rottenburg offiziell zur Großen Kreisstadt erhoben.
Durch diese lange Geschichte besitzt Rottenburg ein Flair, wie es seinesgleichen schwer zu finden ist. In der Stadt und in den umliegenden Teilgemeinden gibt es eine Menge zu sehen und zu erleben. Die einfachste und angenehmste Art ist sicherlich eine Führung durch die Stadt. Es werden an bestimmten Tagen auch Führungen mit speziellem Hintergund geboten. Wenn Sie Lust verspüren, Rottenburg mit dem Boot zu entdecken, so können Sie diese Touren auch mit einer Führung verbinden. Durch den Bischofssitz in Rottenburg besitzt die Stadt auch ein reichhaltiges spirituelles Erbe. Sie können viele der kleinen Kapellen und natürlich auch den Dom auf dem Rottenburger Marktplatz besichtigen. Falls Sie mehr aus der Zeit der Römer erfahren möchten, so können Sie ihren Wissensdurst im römischen Stadtmuseum Sumeloccena stillen. Mit einzigartigen Exponaten und einer original Ausgrabungsstelle ist dieses Museum einzigartig in der näheren Umgebung. Als kulturelles Zentrum kann die Zehntscheuer mit Sülchgaumuseum gesehen werden. Dort finden sehr häufig Auftritte von lokalen und internationalen Künstlern statt. Rottenburg ist während der Faschingszeit die Hochburg der närrischen Bewegung. Die Stadt bietet über das ganze Jahr eine Vielzahl von verschiedenen Festen und Events. Als größtes sei das Neckarfest mitte August erwähnt.
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Wir haben hier nur die drei wichtigsten Punkte aus dem Umland von Tübingen aufgeführt. Daneben gibt es aber noch viele weiter Orte und Aktivitäten die Sie erkunden, entdecken und auch fühlen können. Eine weitere Stadt mit einer langen Geschichte ist Herrenberg. In westlicher Richtung, nahe der Autobahn A81 gelegen, kann man diese Stadt ebenfalls sehr schön zu Fuß erkunden. Eine beliebte
Alternative ist es außerdem, mit dem Fahrrad von Tübingen nach Herrenberg zu fahren und anschließend eine Stadtbesichtigung zu machen. Wenn Sie mehr der Natur verbunden sind, dann bietet sich Ihnen der Naturpark Schönbuch an, direkt vor der Tür Tübingens, an. Dort können Sie zwischen kleinen und großen Wanderungen wählen. Alle Wege sind hervorragend ausgebaut und beschildert. An wichtigen Punkten sind ausführliche Hinweisschilder angebracht. Für kleine Wanderer bietet der Naturpark viele Wildgehege, in denen man mit etwas Glück unseren einheimischen Tierarten zuschauen kann. Viele große Wiesen und Bänke laden mit ihrer herrlichen Aussicht auf das Umland zum Verweilen ein. In westlicher
Richtung von uns aus gesehen, können Sie mit einer Wanderung die Wurmlinger Kapelle besuchen. Sie ist ein beliebtes Wallfahrts- und Ausflugsziel. Ein Kreuzweg führt von der am Fuß des Berges gelegenen Ortschaft Wurmlingen bis zur Kapelle hoch. An den Südhängen des Berges wird heute Weinbau betrieben. Auf einem Weinlehrpfad inmitten der Weinberge können Sie ihr Wissen über den Weinanbau erweitern.