![]()
Denkt man an Venedig, so denken viele auch an die typisch venezianischen Gondolas. Denkt man an Tübingen, so ist es nicht verkehrt, auch hier an Gondeln zu denken. Dort heißen sie jedoch nicht Gondeln sondern Stocherkähne. Man kann sie als gleichwertiges Äquivalent bezeichnen, auch wenn es doch einige Unterschiede im Aufbau und Fortbewegung der Kähne gibt. Grundsätzlich handelt es sich um ein sechs bis 12 Meter langes Flachboot aus Hartholz das am Ende durch einen "Stocherer" und einer bis zu sieben Meter langen Stange fortbewegt wird. Auf einem einzelnen Kahn finden 10 bis 20 Personen Platz. Diese Art der Fortbewegung hat eine lange Tradition in Tübingen. Fast alle Studentenverbindungen in Tübingen verfügen über ihre eigenen Kähne. Diese liegen am Neckarufer und werden zur Saison, Anfang April bis Ende Oktober, regelmäßig genutzt. Gerade für Gruppen ist es eine beliebte Freitzeitbeschäftigung. Es gibt in Tübingen mehr als einen Anbieter für diese Art der Fortbewegung. Dabei
können Sie unterschiedliche Programme buchen. Sehr beliebt ist zum Beispiel die Fahrt in einem Kahn mit Getränken und einem kleinen Grill, auf dem Würstchen und Fleisch gegrillt werden können. Neben dem langsamen und beschaulichen Dahingleiten auf dem Neckar, entlang der wunderschönen Altstadtsilhouette, bekommen Sie viele Informationen und Geschichten über die Tübinger Vergangenheit zu hören.
Falls Sie Gefallen am "Stochern" gefunden haben, besteht für Sie auch die Möglichkeit ein echtes "Stocherkahndiplom" zu machen. Für den Besten auf dem Kahn gibt es sogar Preise.
Ein weiteres Highlight stellt die Hochzeitsfahrt in einem Stocherkahn dar. Wenn Sie heiraten möchten und dies mit einer Stocherkahnfahrt verbinden wollen, so stehen wir Ihnen gerne für weitere Informationen zur Verfügung. Das Casino am Neckar verfügt über eine eigene Anlegestelle, die es Ihnen und Ihre Festgesellschaft ermöglicht, direkt vor der Tür des Casinos am Neckar anzulegen.
![]()
Sollten Sie von außerhalb Tübingens kommen, bietet es sich an, die Stadt kennenzulernen. Die beste Möglichkeit dies zu tun, ist eine Führung durch selbige. Gerade wenn Sie mit Ihrer Familie, Festgemeinde oder einer Busgruppe anreisen, bietet sich eine private Führung durch die schöne Tübinger Innenstadt an. Oft nutzen Festgesellschaften in unserem Restaurant die Pause zwischen dem Mittag- und Abendessen für einen Verdauungsspaziergang. Was gibt es besseres, als diesen Spaziergang mit einer Führung durch die Stadt zu verbinden? Sehr beliebt sind dabei Führungen zu speziellen Schwerpunkten. Neben der "normalen" Stadtführung wird zum Beispiel ein "poetischer Spaziergang" durch Tübingen angeboten. Sie begeben sich auf eine Spurensuche mit den bekanntesten Tübinger Dichtern und Denkern. An erster Stelle sei dabei Hölderlin, Uhland, Schwab und Mörike genannt.
Eine andere, gern gebuchte Tour ist die Besichtung der Unterstadt mit ihrem alten Weingärtnerviertel, dem Gôgenviertel. Tübingen besitzt seine eigene Humorform, die Gôgenwitze. Darin kommt es meistens zu
Auseinandersetzungen zwischen den Ureinwohnern, den Winzern und den zugewanderten Professoren, Doktoren und Studenten der Universität. Warum nicht einmal Tübingen unter diesem Aspekt erkunden? Es gibt zu vielen der Gebäude, Gassen und Ecken in Tübingen lustige Geschichten und Gôgenwitze zu erzählen.
Wenn Sie der latainsichen Sprache mächtig sind, können Sie Tübingen auch komplett in einer längst vergangenen Sprache erkunden. Die Führung ist komplett in Latein. Aber keine Angst, Sie werden schnell erfahren, dass Latein bei weitem keine trockene und tote Sprache ist.
Als letzter kleiner Leckerbissen sei die Führung durch das französische Viertel erwähnt. Das französische Viertel ist der neuste Teil von Tübingen. Er entstand aus dem ehemaligen Kasernenviertel der französischen Armee. Beim Bau und der Renovierung des kompletten Viertels wurde unter anderem das Konzept der "Stadt der kurzen Wege" im Auge behalten. Das Leben und Arbeiten in diesem Viertel ist sehr stark miteinader verzahnt. Diese neue Art der Stadtplanung wurde mehrfach ausgezeichnet. Durch einen fachkundigen Führer wird Ihnen dieses Viertel mit stadtplanerischem Hintergrund näher gebracht. Die hier genannten Führungen sind nur ein sehr kleiner Teil der möglichen Führungen in Tübingen. Bestimmt ist auch etwas für Sie dabei.
![]()
Für den Fall, dass Sie es etwas ruhiger angehen möchten, bietet Ihnen Tübingen eine Vielzahl an Ausstellungen, Museen und historische Gebäude, die eine Besichtigung wert sind. An erste Stelle sei die Tübinger Kunsthalle erwähnt. Sie wurde 1971 durch die Initative der beiden Geschwister Paula Zundel und Margarete Fischer, Töchter von Robert Bosch, gegründet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Götz Adriani erlangte die Kunsthalle in Tübingen ihren internationalen Ruf. Seit dem Frühjahr 2006 steht sie unter der neuen Leitung von Dr. Martin Hellmold. Das Erfolgsgeheimnis der Kunsthalle besteht im ständigen Wechsel zwischen zeitgenössischer Kunst und der Moderne. Es gab viele Ausstellungen zu berühmten Künstlern, wie Paul Cézanne, Edgar Degas und Pablo Picasso, um nur einige zu nennen.
Direkt in der Altstadt befindet sich das Stadtmuseum. Neben der ständigen Austellung zur Geschichte von Tübingen gibt es auch immer wieder unterschiedlichste Wanderaustellungen. Hier können Sie in die Geschichte der Stadt Tübingen eintauchen. Sie erfahren, in Epochen unterteilt, wie das Leben und Arbeiten in der Universitätsstadt ausgesehen hat. Es besteht die Möglichkeit, Führungen unter bestimmten Gesichtspunkten zu buchen.
Weit über die Stadtgrenzen hinaus, ist Hölderlin bekannt. Johann Christian Friedrich Hölderlin wurde am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar geboren und starb am 17. Juni 1848 in Tübingen. Seine Werke lassen sich nicht eindeutig in die zu dieser Zeit vorherrschenden
Stilrichtungen der Romantik und Klassik einordnen. Während seiner Studienzeit in Tübingen verband ihn eine enge Freundschaft mit den Philosophen Hegel und Schelling. Später kamen während seines Aufenthalts an der Universität Jena noch Freundschaften zu Goethe, Schiller und Fichte dazu. Am Ende seines turbolenten Lebens verfiel Hölderlin immer mehr dem geistigen Wahnsinn. Aufgrund seines schlechten körperlichen und seelischen Zustandes, kam er in die Pflege und Obhut des privaten Haushaltes von Ernst Zimmer. Er war ein Tübinger Tischler und Bewunderer des "Hyperion" von Hölderlin. Ernst Zimmer war ebenfalls der Besitzer des Hauses mit dem wohlbekannten Hölderlinturm. In diesem Turm bekam Hölderlin ein Zimmer mit Blick auf den Neckar, wo er sein restliches Leben voll verbrachte. Heute ist das Haus der Sitz der Hölderlingesellschaft. Im Turm selber ist ein kleines Museum zum Gedenken an Hölderlin und an die letzten 36 Jahre seines Lebens untergebracht.
![]()
Ein Besuch in Tübingen lohnt sich nicht nur alleine wegen der Vergangenheit. Auch in der Gegenwart und Zukunft geschieht einiges in Tübingen. Wir haben Ihnen hier einen Veranstaltungskalender zusammengestellt, in dem Sie genau erkennen können wann, was geboten wird. Und warum nicht nach einem Konzertbesuch oder einem Openair-Kinobesuch den Abend im Casino am Neckar genussvoll und gemütlich ausklingen lassen? Hier gehts zum Kalender (hier).